Garn | Glossar

Garn bezeichnet ein langes, zusammenhängendes textiles Gebilde aus versponnenen Fasern, endlosen Filamenten oder mehreren miteinander verbundenen Fäden.

Bedeutung und wichtige Merkmale

Garne unterscheiden sich durch Rohstoff, Spinnverfahren, Zwirnung, Fadenzahl, Stärke, Oberfläche und Ausrüstung. Umgangssprachlich wird Handstrickgarn oft „Wolle“ genannt, obwohl es vollständig aus Baumwolle, Viskose oder synthetischen Fasern bestehen kann.

Anwendung und typische Einsatzgebiete

Je nach Konstruktion wird Garn zum Stricken, Häkeln, Weben, Sticken, Nähen oder Knüpfen eingesetzt. Ein geeignetes Garn erfüllt die Anforderungen des Projekts an Griff, Elastizität, Stabilität, Wärme, Pflege und Optik.

Wolle und Garne · Wie entsteht ein Wollknäuel? · Welches Garn für welches Projekt?

Material, Werkzeug und Verarbeitung

Die Banderole informiert über Zusammensetzung, Gewicht, Lauflänge, Nadelstärke, Maschenprobe, Farbpartie und Pflege. Für einen Garnersatz werden mehrere dieser Angaben verglichen. Erst eine gewaschene Probe zeigt das Verhalten im fertigen Maschenbild.

Typische Fehler und Abgrenzungen

  • Garn und Wolle werden fachlich immer gleichgesetzt.
  • Nur die empfohlene Nadelstärke entscheidet über einen Garnersatz.
  • Lauflänge, Maschenprobe, Pflege und Farbpartie werden getrennt betrachtet.

Kurz gefragt

Ist jedes Garn gesponnen?

Nein. Filament-, Bändchen-, Ketten- oder Schlauchgarne können anders aufgebaut sein.

Was unterscheidet Garn von Zwirn?

Zwirn entsteht üblicherweise durch das Zusammendrehen von mindestens zwei Garnen oder Fäden.