Cashmere und Kaschmirwolle | Glossar

Kaschmir, international auch Cashmere, ist eine sehr feine tierische Faser aus dem Unterhaar bestimmter Kaschmirziegen. Sie wird während des natürlichen Haarwechsels ausgekämmt oder anderweitig gewonnen, anschließend vom gröberen Deckhaar getrennt und zu Garn versponnen.

Welche Eigenschaften hat Kaschmir?

Die feinen Fasern fühlen sich weich an, wärmen bei geringem Gewicht und ergeben ein leichtes, elegantes Gestrick. Die tatsächliche Qualität hängt nicht allein vom Namen ab, sondern unter anderem von Feinheit, Faserlänge, Sortierung, Garnkonstruktion und Verarbeitung.

Reines Kaschmir und Mischgarne

Kaschmir wird pur oder zusammen mit Merino, Seide, Baumwolle und anderen Fasern verarbeitet. Mischungen können Elastizität, Strapazierfähigkeit, Preis und Pflege verändern. Entscheidend ist die vollständige Faserangabe auf der Banderole.

Geeignete Projekte

Beliebt sind Schals, Tücher, leichte Pullover, Mützen und hautnahe Accessoires. Ein Beispiel aus dem Sortiment ist Mayflower 1 Class Cashmere; weitere Garne stehen in der Kollektion Wolle.

Pflege und typische Fehler

  • Das Garn wird zu locker für ein stark beanspruchtes Projekt verarbeitet.
  • Feuchte Stücke werden aufgehängt und verziehen sich.
  • Pilling wird ausschließlich als Qualitätsmangel bewertet.
  • Die Pflege eines Mischgarns wird pauschal von reinem Kaschmir abgeleitet.

Weitere Hintergründe bietet „Was ist Kaschmir?“.

Kurz gefragt

Sind Cashmere und Kaschmir unterschiedliche Fasern?

Nein. Cashmere ist die englische, Kaschmir die deutsche Bezeichnung.

Ist jedes weiche Garn Kaschmir?

Nein. Nur die angegebene Zusammensetzung zeigt, ob und in welchem Anteil Kaschmir enthalten ist.