Yardage | Glossar
Yardage bezeichnet im englischsprachigen Handarbeitsbereich die Garnlänge oder die für ein Projekt benötigte Lauflänge, meist angegeben in Yards.
Bedeutung und wichtige Merkmale
Je nach Zusammenhang beschreibt Yardage entweder die Länge eines Garnknäuels oder die gesamte Garnmenge, die eine Anleitung verlangt. Das Wort bezieht sich auf Länge, nicht auf das Gewicht in Gramm. Ein Yard entspricht 0,9144 Metern. Für eine grobe Umrechnung werden Yards mit 0,9144 multipliziert; Meter werden durch 0,9144 geteilt. Bei Garnersatz sind zusätzlich Garnstärke, Maschenprobe, Faser und Konstruktion zu beachten.
Anwendung und typische Einsatzgebiete
In englischen Anleitungen steht die benötigte Yardage häufig getrennt nach Größen und Farben. Verglichen wird sie mit der Lauflänge pro Knäuel auf der Banderole. Die benötigte Gesamtlänge wird durch die Lauflänge eines Knäuels geteilt und auf ganze Knäuel aufgerundet. Eine Reserve ist sinnvoll, besonders bei Maschenproben, Farblots oder geplanten Änderungen. Meter und Yards dürfen in derselben Rechnung nicht ungeprüft vermischt werden.
Lauflänge ausführlich verstehen · Garnstärken vergleichen · Garne nach Banderolenangaben auswählen
Material, Werkzeug und Verarbeitung
Garne mit gleichem Gewicht können sehr unterschiedliche Lauflängen besitzen. Ein luftiges Garn liefert pro 100 Gramm oft mehr Länge als ein dichtes Garn derselben sichtbaren Stärke. Auch Muster, Nadelstärke und persönliche Fadenspannung verändern den Verbrauch. Für mehrfarbige Projekte wird jede Farbe separat berechnet. Die gewaschene Maschenprobe zeigt, ob Garnstärke und Verbrauch zur Anleitung passen.
Typische Fehler und Abgrenzungen
- Yardage nicht mit Grammzahl oder Garnstärkenklasse verwechseln.
- Bei der Umrechnung von Yards in Meter nicht den Faktor umkehren.
- Materialbedarf nicht ohne Reserve exakt auf die rechnerische Mindestmenge begrenzen.
Kurz gefragt
Wie viele Meter sind 100 Yards?
100 Yards entsprechen 91,44 Metern.
Reicht gleiche Yardage für einen Garnersatz?
Nein. Zusätzlich müssen Garnstärke, Maschenprobe, Faser, Struktur und gewünschter Stoff berücksichtigt werden.