V-Ausschnitt | Glossar
V-Ausschnitt bezeichnet eine Halsöffnung, deren Vorderkante durch beidseitige Schrägen in einer mittigen oder versetzten Spitze zusammenläuft.
Bedeutung und wichtige Merkmale
Beim gestrickten V-Ausschnitt entstehen die Schrägen durch regelmäßig ausgeführte Abnahmen an beiden Seiten des vorderen Halsausschnitts. Beginn, Rhythmus und Restmaschen bestimmen Tiefe und Winkel. Eine angestrickte Blende kann an der Spitze mit einer betonten Mittelmasche und beidseitigen Abnahmen geformt werden. Konstruktionen von unten und von oben unterscheiden sich; die Angaben der jeweiligen Anleitung sind verbindlich.
Anwendung und typische Einsatzgebiete
Vor der Teilung wird die Ausschnittmitte exakt markiert. Beide Vorderseiten werden spiegelbildlich gearbeitet und Reihen sowie Abnahmen notiert. Bei einer Blende werden Maschen entlang der Schrägen gleichmäßig aufgenommen, ohne die Kante zu dehnen. An der V-Spitze sorgen Abnahmen für eine flache Ecke. Eine Anprobe kontrolliert Ausschnitttiefe, Schulterlage und Beweglichkeit, bevor Fäden endgültig vernäht werden.
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Material, Werkzeug und Verarbeitung
Elastische Garne unterstützen eine anliegende Rippenblende; wenig elastische Fasern benötigen besonders genaue Maschenaufnahme. Eine Rundstricknadel eignet sich für die geschlossene Halsblende. Markierer kennzeichnen Spitze und Schulterpunkte. Die gewaschene Maschenprobe liefert Reihen- und Maschendichte, denn beide beeinflussen den Winkel. Bei tiefen Ausschnitten können Stabilisierung oder eine andere Blendenkonstruktion nötig sein.
Typische Fehler und Abgrenzungen
- Abnahmen beider Seiten nicht in derselben statt spiegelbildlicher Richtung arbeiten.
- Entlang der Schrägen nicht jede Randmasche ungeprüft aufnehmen.
- Ausschnitttiefe nicht ohne Berücksichtigung der späteren Blendenbreite festlegen.
Kurz gefragt
Wie entsteht die Spitze einer V-Ausschnittblende?
Häufig durch eine markierte Mittelmasche und regelmäßige Abnahmen direkt daneben.
Warum steht die Blende ab?
Oft wurden zu viele Maschen aufgenommen oder Garn, Nadelstärke und Abnahmerhythmus passen nicht zur Kante.