Rollkragen | Glossar
Rollkragen bezeichnet einen hohen Kragen, der den Hals umschließt und je nach Länge einfach steht, umgeschlagen oder locker gerollt getragen wird.
Bedeutung und wichtige Merkmale
Ein Rollkragen kann direkt am Rumpf mitgestrickt oder nachträglich aus dem Halsausschnitt aufgenommen werden. Meist wird er in einem elastischen Rippenmuster gearbeitet. Seine endgültige Wirkung hängt von Umfang, Höhe, Garn, Nadelstärke und Konstruktion ab. Ein enger Stehkragen ist nicht automatisch ein Rollkragen; zum Umschlagen oder weichen Rollen wird ausreichend zusätzliche Höhe benötigt.
Anwendung und typische Einsatzgebiete
Vor dem Stricken werden Kopfdurchlass und Halsweite geprüft. Ein körpernaher Rollkragen darf nicht einschnüren, ein weiter Kragen soll dennoch stabil am Ausschnitt sitzen. Beim Aufnehmen werden Maschen gleichmäßig über Vorderteil, Rückenteil und Schultern verteilt. Zu- oder Abnahmen können die Form anpassen. Ein elastischer Anschlag oder Abschluss ist besonders wichtig. Bei nahtloser Arbeit eignen sich Rundstricknadel, kurzes Nadelsystem oder Magic Loop.
Kragenkonstruktion nachschlagen · Kleine Umfänge stricken · Hautfreundliche Garne auswählen
Material, Werkzeug und Verarbeitung
Hautnah sollten Garn und eventuelle Fasern am Hals angenehm sein. Flausch, grobe Fasern und harte Effektgarne können dort stärker reizen als an den Händen. Elastische Wolle hält Rippen häufig besser in Form als schwere, glatte Pflanzenfasern. Eine Probe prüft Rücksprungkraft und Griff nach der Wäsche. Für einen umgeschlagenen Kragen wird der doppelte Bereich bei Garnbedarf und Gewicht berücksichtigt.
Typische Fehler und Abgrenzungen
- Den Kopfdurchlass nicht erst nach Fertigstellung prüfen; eine unelastische Kante kann das Anziehen verhindern.
- Kragenhöhe und Garnbedarf nicht wie bei einem kurzen Halsbündchen kalkulieren.
- Ein kratziges Garn nicht ohne Hauttest für den empfindlichen Halsbereich wählen.
Kurz gefragt
Wie hoch sollte ein Rollkragen sein?
Zum Umschlagen braucht er ungefähr die doppelte sichtbare Höhe; genaue Maße richten sich nach Hals, Garn und gewünschter Form.
Welche Nadel eignet sich für kleine Kragenumfänge?
Kurze Rundnadeln, flexible Nadelsets, ein Nadelspiel oder Magic Loop sind möglich. Entscheidend sind Umfang und persönliche Arbeitsweise.