Passentasche | Glossar

Passentasche bezeichnet den innenliegenden Stoffbeutel einer Tasche, der hinter einem Eingriff liegt und den nutzbaren Stauraum bildet.

Bedeutung und wichtige Merkmale

Die Passentasche wird auch Taschenbeutel genannt. Sie gehört beispielsweise zu Naht-, Leisten-, Paspel- oder Eingriffstaschen und ist von außen oft nur teilweise oder gar nicht sichtbar. In manchen Anleitungen kann die Benennung abweichen; maßgeblich sind Schnittzeichnung und Verarbeitungsschritte. Sie ist nicht mit einer aufgesetzten Tasche identisch, bei der der sichtbare Taschenkörper außen auf das Kleidungsstück genäht wird.

Anwendung und typische Einsatzgebiete

Die Schnittteile werden mit Fadenlauf, Markierungen und Nahtzugaben zugeschnitten. Der Taschenbeutel muss ausreichend tief sein, darf aber nicht unter dem Saum hervorschauen oder in störende Bereiche reichen. Je nach Konstruktion wird er zuerst an Eingriff, Leiste oder Seitenteil genäht und anschließend geschlossen. Nahtenden am Eingriff werden sorgfältig gesichert, weil dort hohe Belastung entsteht. Vor dem Schließen wird die Lage von rechts kontrolliert.

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Material, Werkzeug und Verarbeitung

Ein glatter, leichter und dennoch haltbarer Stoff reduziert Volumen. Bei Mänteln und Hosen können Taschenfutter oder dünner Oberstoff geeignet sein; dehnbare Maschenware benötigt eine zur Konstruktion passende Stabilisierung. Einlage wird meist nur an belasteten Eingriffen verwendet, nicht pauschal auf dem gesamten Beutel. Nadel, Garn und Stichlänge richten sich nach Stofflagen. Kanten werden passend zur Stoffart versäubert.

Typische Fehler und Abgrenzungen

  • Taschenbeutel nicht zu klein zuschneiden, da Inhalt und Hand sonst an Nähten und Eingriff ziehen.
  • Fadenlauf, linke und rechte Seite sowie paarige Schnittteile nicht verwechseln; Taschen können sonst gegensinnig oder verdreht sitzen.
  • Nahtzugaben am Eingriff nicht ungesichert einschneiden und Belastungspunkte nicht ohne vorgesehene Verstärkung lassen.

Kurz gefragt

Ist Passentasche dasselbe wie Taschenbeutel?

Meist ja. Beide Begriffe bezeichnen den innenliegenden Beutel; einzelne Schnittmuster können ihre Begriffe jedoch anders verwenden.

Welcher Stoff eignet sich?

Ein leichter, glatter und belastbarer Stoff, der zum Oberstoff und zur Pflege passt und nicht unnötig aufträgt.