Häkelbordüre | Glossar
Häkelbordüre bezeichnet eine gehäkelte Zier- oder Abschlusskante, die direkt an ein Werkstück gearbeitet oder separat hergestellt und angenäht wird.
Bedeutung und wichtige Merkmale
Bordüren können aus festen Maschen, Bögen, Picots, Muscheln, Spitzen oder mehrreihigen Mustern bestehen. Sie schmücken eine Kante, gleichen Unregelmäßigkeiten aus oder geben Halt. Der Unterschied zur einfachen Häkelkante liegt häufig im ausgeprägteren, rapportierten Muster, ist aber nicht streng festgelegt.
Anwendung und typische Einsatzgebiete
Typische Einsatzorte sind Decken, Tücher, Kleidung, Handtücher und Stoffaccessoires. Vor dem Häkeln wird die Kante gleichmäßig eingeteilt. An Ecken braucht das Muster zusätzliche Maschen oder Luftmaschenräume, damit die Bordüre flach liegt und nicht spannt.
Häkelmuster – die Sammlung · Häkelnadeln · Anchor Freccia Stärke 12
Material, Werkzeug und Verarbeitung
Eine zum Grundmaterial passende Nadel und ein farb- sowie pflegeverträgliches Garn sind wichtig. Bei Stoff wird mit Vorstichen, Löchern oder einer Basiskante gearbeitet. Ein Probestück zeigt Rapportbreite, Eckenlösung und tatsächlichen Garnverbrauch.
Typische Fehler und Abgrenzungen
- Einstichstellen werden ohne gleichmäßige Teilung gesetzt.
- An Ecken fehlen Zunahmen und die Bordüre zieht das Werkstück zusammen.
- Garn und Trägermaterial haben unvereinbare Pflegeanforderungen.
Kurz gefragt
Kann man Stoff direkt umhäkeln?
Ja, wenn die Kante geeignete Einstichstellen besitzt oder zuvor entsprechend vorbereitet wird.
Warum wellt sich eine Häkelbordüre?
Meist wurden zu viele Maschen aufgenommen oder Nadel und Spannung passen nicht zum Grundmaterial.