Französische Ferse | Glossar

Französische Ferse bezeichnet eine Fersenwand-und-Zwickel-Konstruktion mit gerundet beziehungsweise trapezförmig ausgearbeitetem Fersenkäppchen; sie wird auch runde Ferse genannt.

Bedeutung und wichtige Merkmale

Nach einer flach gestrickten Fersenwand formen verkürzte Reihen mit Abnahmen den unteren Fersenbereich. Die Wendestellen wandern schrittweise nach außen, sodass eine weichere Rundung als bei einer kantigeren holländischen Ferse entsteht. Danach werden Randmaschen aufgenommen und der Zwickel abgenommen.

Anwendung und typische Einsatzgebiete

Die französische Ferse wird häufig bei von oben gestrickten Socken eingesetzt und bietet durch Wand und Zwickel anpassbare Tiefe. Benennungen können in modernen Anleitungen variieren; entscheidend sind immer die konkret angegebenen Wendestellen und Maschenzahlen.

Sockenwolle · Der geniale Sockenworkshop · Käppchenferse erklärt

Material, Werkzeug und Verarbeitung

Sockenwolle, Nadelspiel oder Rundstricknadel und Markierer genügen. Gleichmäßige Randmaschen erleichtern die Aufnahme am Zwickel. Bei abweichender Maschenzahl werden Mittelmaschen und Abnahmen proportional nach der Anleitung angepasst.

Typische Fehler und Abgrenzungen

  • Die französische Ferse wird mit jeder Käppchenferse gleichgesetzt.
  • Wendestellen der holländischen Ferse werden ungeprüft übernommen.
  • Beim Aufnehmen der Randmaschen entstehen durch ausgelassene Zwischenräume Löcher.

Kurz gefragt

Ist die französische Ferse eine Bumerangferse?

Nein. Sie arbeitet typischerweise mit Fersenwand, Fersenkäppchen und anschließendem Zwickel.

Warum heißt sie auch runde Ferse?

Die Abnahmen formen einen weich gerundeten beziehungsweise trapezförmigen unteren Fersenbereich.