Flachs / Leinen | Glossar

Flachs / Leinen bezeichnet zwei eng verbundene, aber nicht völlig gleichbedeutende Begriffe: Flachs ist die Pflanze beziehungsweise ihre Bastfaser, Leinen das daraus hergestellte textile Material.

Bedeutung und wichtige Merkmale

Leinenfasern sind glatt, fest, wenig elastisch und können Feuchtigkeit gut aufnehmen. Leinengarn wirkt anfangs oft griffig oder steif und wird durch Gebrauch und Wäsche meist geschmeidiger. Typische Unregelmäßigkeiten gehören zum natürlichen Charakter und sind nicht automatisch ein Qualitätsmangel.

Anwendung und typische Einsatzgebiete

Leinen und Mischgarne eignen sich für luftige Oberteile, Sommertücher, Taschen und Wohnaccessoires. Wegen des fließenden Falls und der geringen Elastizität sollten Bündchen, Passform und Eigengewicht schon bei der Planung berücksichtigt werden.

Anchor Cotton Linen · Stricken mit Leinengarn · Frühling und Sommer

Material, Werkzeug und Verarbeitung

Spitze Nadeln erleichtern das Erfassen wenig elastischer Maschen. Die Maschenprobe wird gewaschen und liegend beurteilt, denn das Gewebe kann sich deutlich entspannen. Für empfindliche Hände kann eine Mischung mit Baumwolle, Viskose oder Wolle angenehmer zu verarbeiten sein.

Typische Fehler und Abgrenzungen

  • Flachs und Leinen werden als unterschiedliche Faserarten behandelt.
  • Die geringe Elastizität wird bei Bündchen und Größenberechnung übersehen.
  • Die ungewaschene Probe wird als endgültiger Griff beurteilt.

Kurz gefragt

Ist Leinen eine pflanzliche Faser?

Ja. Leinen wird aus den Bastfasern der Flachspflanze gewonnen.

Wird Leinengarn nach dem Waschen weicher?

Häufig ja. Das genaue Verhalten hängt jedoch von Verarbeitung, Mischung und Pflege ab.