Fersenwand | Glossar

Fersenwand bezeichnet den zunächst flach gestrickten hinteren Abschnitt einer klassischen Käppchenferse.

Bedeutung und wichtige Merkmale

Für die Fersenwand ruht ein Teil der Sockenmaschen, während meist ungefähr die Hälfte in Hin- und Rückreihen gearbeitet wird. Ihre Höhe beeinflusst die Fersentiefe. Anschließend wird das Fersenkäppchen geformt und aus den seitlichen Rändern werden Maschen für den Zwickel aufgenommen.

Anwendung und typische Einsatzgebiete

Eine glatt rechte Fersenwand ist möglich; häufig wird ein Hebemaschenmuster zur Verstärkung eingesetzt. Gut erkennbare Randmaschen erleichtern das spätere Aufnehmen. Die benötigte Reihenzahl richtet sich nach Anleitung, Maschenprobe und Fußform.

Käppchenferse Schritt für Schritt · Sockenwolle · Golden Socks UNI 4-fädig

Material, Werkzeug und Verarbeitung

Strapazierfähige Sockenwolle und eine gleichmäßige Fadenspannung sind wichtiger als besonders festes Stricken. Wer einen Beilauffaden nutzt, prüft Material, Pflege und Dicke in einer Probe, damit die Ferse nicht steif wird.

Typische Fehler und Abgrenzungen

  • Die Wandhöhe wird ohne Bezug zur Fußform übernommen.
  • Randmaschen werden wechselnd gearbeitet und lassen sich schlecht aufnehmen.
  • Verstärkungsmuster wird mit extrem hoher Fadenspannung gestrickt.

Kurz gefragt

Wie hoch muss eine Fersenwand sein?

Das hängt von Größe, Reihendichte und gewünschter Fersentiefe ab; die Anleitung ist der Ausgangspunkt.

Muss die Fersenwand verstärkt sein?

Nein. Ein Hebemaschenmuster kann die Fläche robuster machen, ist aber nicht bei jedem Garn notwendig.