Einfarbiges Garn und Uni-Garn | Glossar
Einfarbiges Garn beziehungsweise Uni-Garn ist in einer einzigen Grundfarbe gefärbt und besitzt keinen geplanten Farbverlauf oder Mehrfarbdruck. Kleine Unterschiede durch Faser, Licht, Färbung oder Farbpartie sind dennoch möglich. „Uni“ beschreibt die Farbwirkung, nicht Material, Garnstärke oder Herstellungsweise.
Abgrenzung zu Melange und Tonal
Melierte Garne mischen sichtbar verschiedenfarbige Fasern oder Fäden. Tonale und handgefärbte Semisolids bleiben in einer Farbfamilie, zeigen aber bewusst Helligkeits- oder Sättigungsunterschiede. Ein Uni-Garn soll dagegen möglichst gleichmäßig wirken. Bei mehreren Knäueln muss trotzdem die Farbpartie kontrolliert werden.
Vorteile für Muster und Kombinationen
Klare Einzelfarben lassen Zöpfe, Lochmuster, Reliefs und strukturierte Maschen gut erkennen. Sie eignen sich außerdem für Intarsien, Fair Isle, Streifen und kontrastreiche Bündchen. Ein Beispiel ist PRO LANA Basic Cotton; weitere Farbtöne und Materialien stehen unter Wolle.
Farbwahl und Probe
Dunkle Töne schlucken feine Schatten stärker als helle oder mittlere Farben. Die Probe sollte bei dem Licht betrachtet werden, in dem das Projekt getragen wird. Unterschiede zu mehrfarbigen Fasermischungen erklärt „Was bedeutet Melange?“.
Typische Fehler und wichtige Abgrenzungen
- Uni wird mit einer bestimmten Faserart verwechselt.
- Verschiedene Farbpartien werden ohne Übergang in einer großen Fläche kombiniert.
- Ein sehr dunkler Ton wird für ein feines Strukturmuster gewählt, ohne die Lesbarkeit zu prüfen.
- Tonal gefärbtes Garn wird trotz sichtbarer Nuancen als völlig gleichmäßig eingeplant.
Kurz gefragt
Ist Uni-Garn immer exakt gleichmäßig gefärbt?
Nicht zwingend. Kleine produktions- und materialbedingte Abweichungen können auftreten.
Eignet sich Uni-Garn für Farbstrickmuster?
Ja. Gleichmäßige Farben schaffen klare Kontraste und gut lesbare Motive.