Bumerangferse bei gestrickten Socken | Glossar
Die Bumerangferse ist eine Sockenferse, die mit verkürzten Reihen gearbeitet wird. Sie kommt ohne klassische Fersenwand und Käppchen aus und erinnert in ihrer Form an eine nachträglich eingestrickte Ferse. Je nach Anleitung entstehen die Wendestellen mit Doppelmaschen, Wickelmaschen oder einer anderen Kurzreihentechnik.
Wie ist die Ferse aufgebaut?
Für die erste Hälfte werden die Fersenmaschen in drei Bereiche geteilt. Durch immer kürzere Reihen nimmt die Zahl der bearbeiteten Maschen schrittweise ab. Danach folgen je nach Variante Zwischenrunden; anschließend werden die Reihen wieder länger, bis alle Fersenmaschen einbezogen sind.
Passform und Einsatz
Die Bumerangferse ist kompakt und hat meist weniger Raum über dem Spann als eine Käppchenferse. Sie eignet sich gut für normal bis eher flach ausgeprägte Fersen. Bei hohem Spann können zusätzliche Zwischenrunden, ein kleiner Zwickel oder eine andere Fersenkonstruktion günstiger sein.
Material und Vorbereitung
Eine gleichmäßige Sockenwolle wie Golden Socks UNI 4-fädig macht die Wendestellen gut sichtbar. Weitere Garne stehen unter Sockenwolle. Maschenzahl, Fersentiefe und Aufteilung müssen zur Maschenprobe und Fußgröße passen.
Typische Fehler
- Doppelmaschen werden nicht fest genug angezogen und es entstehen Löcher.
- Wendestellen werden versetzt gezählt.
- Eine Doppelmasche wird versehentlich als zwei Maschen abgestrickt.
- Die Ferse wird trotz hohem Spann unverändert übernommen.
Eine vollständige Schrittfolge bietet „Kurzanleitung Bumerangferse stricken“.
Kurz gefragt
Braucht die Bumerangferse einen Zwickel?
In der Grundform nein. Für mehr Weite kann eine angepasste Variante dennoch zusätzliche Maschen verwenden.
Kann sie mit Magic Loop gestrickt werden?
Ja. Nadelspiel, Rundstricknadel und flexible Spielnadeln eignen sich gleichermaßen, wenn die Maschen korrekt verteilt sind.