Bündchen an Strick- und Nähprojekten | Glossar
Ein Bündchen ist ein elastischer Abschluss an Ärmeln, Beinen, Säumen, Halsausschnitten oder Socken. Es kann direkt gestrickt beziehungsweise gehäkelt oder beim Nähen als separates Bündchenstück angesetzt werden. Form und Material sollen den Rand stabilisieren, ohne unangenehm einzuengen.
Gestrickte Bündchen
Typisch sind Rippen aus rechten und linken Maschen, etwa 1 × 1 oder 2 × 2. Auch verschränkte Rippen, Patent- und krause Muster sind möglich. Eine kleinere Nadelstärke kann die Kante kompakter machen, ersetzt aber keine Maschenprobe.
Genähte Bündchen
Bündchenware ist ein elastischer Maschenstoff, der meist etwas kürzer als die Ansatzkante zugeschnitten und gedehnt angenäht wird. Das genaue Verhältnis hängt von Dehnbarkeit, Rücksprungkraft und Schnittmuster ab. Nähprojekte und Grundlagen finden sich in der Kollektion Nähen.
Bündchen bei Socken
Das Sockenbündchen hält den Schaft, darf aber die Durchblutung nicht beeinträchtigen. Elastischer Anschlag, passende Maschenzahl und ausreichend Rücksprungkraft arbeiten zusammen. Eine praktische Anwendung zeigt die Novita BALLSPIELER Strickanleitung. Materialgrundlagen erläutert „Was ist Sockenwolle?“.
Typische Fehler
- Anschlag oder Abkettkante sind weniger elastisch als das Muster.
- Bündchenware wird ohne Prüfung des Dehnverhältnisses zugeschnitten.
- Das Bündchen wird beim Annähen ungleichmäßig verteilt.
- Ein ausgeleiertes Garn wird für einen stark beanspruchten Abschluss verwendet.
Kurz gefragt
Muss ein Bündchen immer gerippt sein?
Nein. Entscheidend sind ausreichende Elastizität, Stabilität und die gewünschte Gestaltung.
Warum wird häufig eine kleinere Stricknadel verwendet?
Sie erzeugt meist ein dichteres Gestrick und kann dem Abschluss mehr Halt geben.