Brioche- und Patentmuster stricken | Glossar

Brioche bezeichnet eine Gruppe voluminöser, elastischer Strickmuster, die mit Hebemaschen und Umschlägen gearbeitet werden. Im Deutschen werden Brioche-Techniken häufig den Patentmustern zugeordnet. Die Begriffe sind jedoch nicht in jeder Anleitung vollständig deckungsgleich; die angegebene Maschenfolge ist immer maßgeblich.

Wie entsteht das typische Maschenbild?

Eine Masche wird zusammen mit einem Umschlag abgehoben und in einer folgenden Reihe oder Runde gemeinsam mit diesem Umschlag abgestrickt. Dadurch entstehen ausgeprägte Rippen, Tiefe und ein beidseitig ansprechendes Gewebe. Vollpatent, Halbpatent und zweifarbiges Brioche verwenden unterschiedliche Arbeitsfolgen.

Geeignete Projekte

Patentmuster wärmen gut und eignen sich für Schals, Loops, Mützen, Bündchen und Pullover. Das Volumen erhöht den Garnverbrauch gegenüber glatt rechts. Musterübersichten bietet Strickmuster – Die Sammlung; passende Werkzeuge stehen unter Stricknadeln.

Maschenprobe und Randgestaltung

Das elastische Gewebe kann sich nach dem Waschen deutlich verändern. Deshalb wird die Probe im späteren Muster gestrickt, gewaschen und unbelastet gemessen. Ein lockerer Anschlag und eine passende Abkettkante verhindern unelastische Ränder. Warum die Probe wichtig ist, erklärt „Die Maschenprobe“.

Typische Fehler

  • Der Umschlag wird als zusätzliche Masche gezählt.
  • Eine Hebemasche wird ohne zugehörigen Umschlag gearbeitet.
  • Beim zweifarbigen Brioche werden Arbeitsrichtung oder Farbfolge verwechselt.
  • Fehler werden mehrere Reihen später korrigiert, obwohl die Maschensäulen schwer zurückzuverfolgen sind.

Kurz gefragt

Sind Brioche und Patentmuster genau dasselbe?

Sie gehören zur gleichen Musterfamilie, doch Benennungen und konkrete Technik können je nach Sprachraum und Anleitung variieren.

Verbraucht Patentmuster mehr Garn?

Meist ja, weil ein voluminöses, tiefes Gestrick entsteht.