Bouclégarn stricken und häkeln | Glossar
Bouclégarn ist ein Effektgarn mit kleinen Schlingen, Bögen oder Locken entlang eines Grundfadens. Der Name stammt vom französischen Wort für Locke beziehungsweise Schleife. Die unregelmäßige Oberfläche erzeugt ein weiches, lebendiges Maschenbild und kann einzelne Maschen optisch verdecken.
Wie ist Bouclégarn aufgebaut?
Meist wird ein Effektfaden mit Überschuss um einen stabilisierenden Grundfaden gezwirnt, sodass dauerhafte Schlaufen entstehen. Faser, Schlingengröße und Zwirnung unterscheiden sich je nach Produkt. Bouclé bezeichnet daher die Garnkonstruktion und nicht eine bestimmte Faser.
Geeignete Projekte und Muster
Das Garn eignet sich für schlichte Pullover, Jacken, Schals, Kissen, Spieltiere und strukturierte Details. Einfache rechte oder feste Maschen lassen die Oberfläche wirken und erleichtern die Kontrolle. Projektideen mit entsprechender Optik enthält Cosy Sweater stricken; weitere Garne gibt es unter Wolle.
So lässt es sich leichter verarbeiten
Helle Arbeitsfläche, stumpfere Nadelspitzen und eine nicht zu feste Fadenspannung helfen, die Maschen zu erkennen. Fehler sollten früh kontrolliert werden, weil sich die Schlingen beim Aufribbeln verhaken können. Eine ausreichend große, gewaschene Probe zeigt Dichte und Fall.
Abgrenzung und typische Fehler
Chenille besitzt eine samtige, rundum abstehende Floroberfläche; Bouclé zeigt erkennbare Schlingen. Mehr dazu steht in „Was ist Chenille?“.
- Ein detailreiches Muster verschwindet in der Struktur.
- Beim Einstechen wird eine Schlinge statt der Masche erfasst.
- Das Aufribbeln erfolgt ruckartig und zieht Schlaufen heraus.
Kurz gefragt
Ist Bouclégarn immer aus Wolle?
Nein. Es kann aus Natur-, Zellulose- oder Kunstfasern sowie Mischungen bestehen.
Eignet sich Bouclé für Anfänger?
Für einfache Formen ja; das Erkennen und Korrigieren einzelner Maschen kann jedoch schwieriger sein.