Blocking und Blocken von Handarbeiten | Glossar
Blocking beziehungsweise Blocken ist der englisch geprägte Ausdruck für das Spannen und Formen fertiger Strick- oder Häkelstücke. Das Werkstück wird je nach Material gewaschen, angefeuchtet oder vorsichtig gedämpft und anschließend in der gewünschten Form getrocknet.
Was bewirkt Blocking?
Maschen können sich setzen, Kanten glätten und Loch- oder Strukturmuster deutlicher erscheinen. Einzelteile lassen sich auf Maß bringen, bevor sie zusammengenäht werden. Blocking kann jedoch keine dauerhaft falsche Maschenprobe vollständig korrigieren.
Welche Methoden gibt es?
- Nass spannen: waschen oder durchfeuchten, Wasser ausdrücken und liegend formen.
- Sprühblocking: trocken fixieren und gleichmäßig anfeuchten.
- Dämpfen: vorsichtig mit Abstand bedampfen; nicht für jedes Material geeignet.
Material beachten
Wolle, Baumwolle und Kunstfasern reagieren unterschiedlich auf Feuchtigkeit, Wärme und Zug. Immer Banderole und Pflegehinweise prüfen und zunächst eine Maschenprobe testen. Für Socken eignet sich der Pro Lana Sockenspanner; weiteres Hilfsmaterial bietet die Kollektion Zubehör.
Typische Fehler
- Das Stück wird über das gewünschte Maß hinaus gedehnt.
- Nasse Strickteile werden aufgehängt.
- Dampf oder Bügeleisen berühren empfindliche Fasern direkt.
Weiterführende Inhalte
Ergänzende Pflegehinweise bietet „Wolle richtig pflegen“.
Kurz gefragt
Muss jedes Strickstück geblockt werden?
Nein. Der Nutzen hängt von Material, Muster, Konstruktion und gewünschtem Ergebnis ab.
Ist Blocken dasselbe wie Bügeln?
Nein. Direktes Bügeln kann Maschen und Fasern abflachen oder beschädigen.