Beilauffaden beim Stricken und Häkeln | Glossar

Ein Beilauffaden ist ein zusätzlicher Faden, der beim Stricken oder Häkeln gemeinsam mit dem Hauptgarn verarbeitet wird. Er kann Farbe, Oberfläche, Wärme, Stabilität oder Gesamtstärke des entstehenden Garnverbunds verändern.

Wozu dient ein Beilauffaden?

Feine Alpaka- oder Mohairfäden erzeugen Flausch und Tiefe, Kontrastfarben einen Melange-Effekt. Verstärkungsfäden können stark beanspruchte Bereiche haltbarer machen. Zwei glatte Garne zusammen ergeben eine andere Stärke und einen anderen Fall.

Wie wird er verarbeitet?

Die Fäden werden parallel gehalten und wie ein einzelner Arbeitsfaden durch jede Masche geführt. Unterschiedliche Knäuel sollten gleichmäßig ablaufen können. Bei sehr feinem Beilaufgarn hilft eine Garnschale oder getrennte Führung gegen Verheddern.

Maschenprobe und Materialwahl

Durch den Zusatz ändern sich Garnstärke, Nadelbedarf, Verbrauch und Pflege. Eine neue Maschenprobe ist daher erforderlich, selbst wenn das Hauptgarn bekannt ist. Ein typisches Produkt ist Sandnes Garn Alpakka Følgetråd; weitere Fäden stehen in der Kollektion Beilaufgarn.

Typische Fehler

  • Nur einer der parallelen Fäden wird erfasst.
  • Die Pflegeeigenschaften der Garne passen nicht zusammen.
  • Der zusätzliche Verbrauch wird unterschätzt.

Weiterführende Inhalte

Zur Projektplanung siehe „Welches Garn für welches Projekt?“.

Kurz gefragt

Muss ein Beilauffaden dünner sein?

Nein. Er ist häufig fein, kann aber je nach gewünschtem Effekt jede passende Stärke haben.

Kann ich zwei beliebige Garne kombinieren?

Technisch oft ja; Griff, Gewicht, Farbwirkung und gemeinsame Pflege sollten vorher in einer Probe getestet werden.