Aufribbeln beim Stricken und Häkeln | Glossar
Aufribbeln ist das kontrollierte Lösen bereits gestrickter oder gehäkelter Maschen. Dadurch können Fehler korrigiert, ein Projekt geändert oder das Garn eines fertigen Stücks wiederverwendet werden.
Wie wird sicher aufgeribbelt?
Beim Häkeln wird der Arbeitsfaden aus der letzten Masche gezogen und das Stück rückwärts gelöst. Beim Stricken werden vor dem vollständigen Auflösen häufig die Maschen einer sicheren Zielreihe mit einer dünnen Nadel oder einem Hilfsfaden aufgenommen.
Fehler nur teilweise zurücknehmen
Liegt der Fehler nur in einer Maschensäule, kann diese gezielt fallengelassen und mit einer Häkelnadel neu aufgebaut werden. Bei Zöpfen, Ajourmustern oder mehreren betroffenen Maschen ist das Zurückstricken oder Aufribbeln ganzer Reihen oft übersichtlicher.
Kann das Garn wiederverwendet werden?
Unbeschädigtes Garn lässt sich meist erneut verarbeiten. Es kann nach dem Aufwickeln in Stränge vorsichtig entspannt, gewaschen und liegend getrocknet werden. Filziges, gerissenes oder stark beanspruchtes Garn ist weniger geeignet. Passende Werkzeuge bietet die Kollektion Alle Nadeln; die addiDuett Häkel- und Stricknadel verbindet beide Spitzenarten.
Typische Fehler
- Offene Maschen werden nicht gesichert.
- Der Faden wird ruckartig gezogen und beschädigt.
- Beim Wiederaufnehmen werden Maschen verdreht.
Weiterführende Inhalte
Zur Pflege wiedergewonnenen Garns siehe „Wolle richtig pflegen“.
Kurz gefragt
Ist Zurückstricken dasselbe wie Aufribbeln?
Zurückstricken löst Maschen einzeln; beim Aufribbeln wird der Faden meist über mehrere Maschen oder Reihen herausgezogen.
Schadet Aufribbeln dem Garn?
Schonendes Lösen meist nicht. Sehr flauschige oder empfindliche Garne können jedoch aneinander haften oder Fasern verlieren.