Armstricken mit dicker Wolle – erklärt | Glossar
Beim Armstricken ersetzen Hände und Unterarme die Stricknadeln. Sehr dickes Garn oder mehrere parallel geführte Fäden werden zu großen, lockeren Maschen verarbeitet. Dadurch entstehen Projekte in kurzer Zeit.
Wie funktioniert Armstricken?
Die Maschen werden angeschlagen und auf einem Unterarm gesammelt. Mit der freien Hand wird der Arbeitsfaden durch die jeweils vordere Masche gezogen; die neue Masche wandert auf den anderen Arm. Reihe für Reihe wechseln die Maschen die Seite.
Welches Garn eignet sich?
Geeignet sind besonders dicke, möglichst gleichmäßige Garne. Alternativ können mehrere Fäden gemeinsam verarbeitet werden. Sehr lose, unversponnene Fasern sehen voluminös aus, sind aber häufig empfindlicher gegen Reibung und Verschmutzung.
Typische Projekte
Armstricken eignet sich für Schals, Loops, Kissenhüllen und dekorative Decken. Inspiration für voluminöse Strickmode bietet „Wohlfühlkleidung stricken“; verfügbare Garne stehen in der Kollektion Wolle.
Typische Fehler
- Unterschiedlich große Schlaufen erzeugen ein unruhiges Maschenbild.
- Maschen werden beim Wechseln verdreht.
- Das Eigengewicht einer großen Decke wird unterschätzt.
Weiterführende Inhalte
Hinweise zur Auswahl gibt „Garnstärken – Die Unterschiede einfach erklärt“.
Kurz gefragt
Werden beim Armstricken Nadeln benötigt?
Nein. Die Unterarme übernehmen die Funktion besonders großer Stricknadeln.
Ist Armstricken belastbar?
Das hängt vom Garn und der Maschendichte ab. Lockeres Gestrick ist meist dekorativer und weniger formstabil.