Aranmuster stricken – einfach erklärt | Glossar

Ein Aranmuster ist ein plastisches Strickmuster, das meist Zöpfe, Waben, Rippen und weitere Reliefstrukturen kombiniert. Es ist von der Stricktradition der irischen Aran-Inseln geprägt und wird häufig für warme Oberteile und Accessoires verwendet.

Wie entsteht ein Aranmuster?

Die Struktur entsteht durch das Verkreuzen von Maschen sowie durch den Wechsel rechter und linker Maschen. Linke Maschen im Hintergrund heben die erhabenen Motivflächen optisch hervor. Komplexe Muster werden gewöhnlich nach einer Strickschrift gearbeitet.

Zöpfe und Waben richtig stricken

Beim Verkreuzen werden Maschen vor oder hinter die Arbeit gelegt und anschließend in veränderter Reihenfolge gestrickt. Eine Hilfs- oder Zopfnadel erleichtert den Vorgang. Maschenmarkierer helfen, einzelne Musterfelder und Rapporte zu trennen.

Garnwahl und Maschenprobe

Glatte, elastische Garne zeigen das Relief deutlich. Da Zöpfe das Gestrick zusammenziehen und mehr Garn benötigen, ist eine ausreichend große Maschenprobe besonders wichtig. Als Projekt eignet sich die Novita-MANTRA-Weste mit Zopfmuster; weitere Vorlagen enthält „Strickmuster – Die Sammlung“.

Typische Fehler

  • Maschen werden in die falsche Richtung verkreuzt.
  • Ein Rapport beginnt oder endet an der falschen Stelle.
  • Die Maschenprobe wird nur glatt rechts statt im Originalmuster gearbeitet.

Weiterführende Inhalte

Weitere Projekte stehen in der Kollektion Stricken. Warum die Probe entscheidend ist, erklärt „Die Maschenprobe“.

Kurz gefragt

Brauche ich immer eine Zopfnadel?

Sie ist besonders bei größeren Verkreuzungen hilfreich; Geübte arbeiten kleine Zöpfe teilweise ohne Hilfsnadel.

Verbraucht ein Aranmuster mehr Garn?

Meist ja, weil die plastischen Strukturen mehr Faden als eine glatte Fläche benötigen.