Aran-Garn und Aran-Stricken – erklärt | Glossar

Aran bezeichnet im Handarbeitsbereich sowohl einen irisch geprägten Strickstil mit plastischen Mustern als auch eine international gebräuchliche Garnstärkenbezeichnung. Beide Bedeutungen hängen zusammen, sind aber nicht identisch.

Was ist Aran-Stricken?

Der Stil ist nach den Aran-Inseln vor der Westküste Irlands benannt. Kennzeichnend sind reliefartige Flächen aus Zöpfen, Waben, Rippen und Strukturmustern. Sie kommen besonders bei Pullovern, Westen, Mützen und Wohnaccessoires zur Geltung.

Was bedeutet Aran bei Garn?

„Aran Weight“ bezeichnet meist ein mitteldickes bis kräftiges Garn, ungefähr zwischen Worsted und Bulky. Die Einteilung ist jedoch nicht weltweit verbindlich. Verlässlich sind deshalb Maschenprobe, Lauflänge und die Angaben der jeweiligen Anleitung.

Geeignete Materialien

Elastische, glatte Garne lassen Reliefmuster deutlich erscheinen. Stark flauschige oder unruhig gefärbte Garne können feine Strukturen verdecken. Eine passende Projektidee ist die Novita-MANTRA-Strickweste mit Zopfmuster; Garne bietet die Kollektion Wolle.

Typische Fehler

  • Die Bezeichnung Aran wird ohne Maschenprobe als exakte Garnstärke verstanden.
  • Zu lockeres Stricken lässt Reliefmuster flach wirken.
  • Der zusätzliche Garnverbrauch plastischer Muster wird unterschätzt.

Weiterführende Inhalte

Bei der Garnentscheidung hilft „Welches Garn für welches Projekt?“.

Kurz gefragt

Ist jedes Aran-Garn reine Wolle?

Nein. Aran beschreibt in diesem Zusammenhang eine Stärke, nicht die Faserzusammensetzung.

Sind Aran und Aranmuster dasselbe?

Nein. Aran kann Garnstärke oder Stricktradition bedeuten; Aranmuster bezeichnet die daraus bekannten plastischen Muster.