Was ist Super Bulky?

Was ist Super Bulky?

Alles über besonders dicke Garne

Super Bulky bezeichnet eine besonders dicke Garnstärke, die sich hervorragend für schnelle, voluminöse und kuschelige Strick- und Häkelprojekte eignet. Solche Garne wirken bereits durch ihre Stärke sehr präsent und sorgen für ein markantes Maschenbild.

Typisch für Super-Bulky-Garne sind große Nadelstärken, wenige Maschen pro Zentimeter und ein entsprechend schneller Arbeitsfortschritt. Deshalb sind sie besonders beliebt für Mützen, Schals, Loops, Decken, Kissen, Körbe oder trendige Oversize-Projekte.

Was bedeutet Super Bulky?

Der Begriff „Super Bulky“ stammt vor allem aus dem englischsprachigen Raum und beschreibt eine Garnstärke am oberen Ende der üblichen Garnklassifizierung.

Im internationalen Yarn-Weight-System wird Super Bulky häufig der Kategorie 6 – Super Bulky zugeordnet. Darüber liegt teilweise noch die Kategorie 7 – Jumbo, die für besonders extreme Garnstärken verwendet wird.

Wichtig ist jedoch: Die Bezeichnungen können je nach Hersteller etwas unterschiedlich verwendet werden. Deshalb sollten bei der Auswahl eines Garns immer zusätzlich die Angaben zu Lauflänge, Nadelstärke und Maschenprobe beachtet werden.

Wie dick ist Super-Bulky-Garn?

Eine feste Garnstärke in Millimetern gibt es nicht, da sich Garne hinsichtlich Konstruktion, Fasermaterial und Volumen deutlich unterscheiden können.

Ein locker gesponnenes Wollgarn kann beispielsweise sehr voluminös wirken, obwohl es vergleichsweise leicht ist. Ein kompakt gezwirntes Garn kann bei ähnlichem Gewicht dagegen deutlich dichter sein.

Super-Bulky-Garne werden häufig mit relativ großen Nadeln verarbeitet, beispielsweise mit:

  • etwa 8 bis 12 mm Stricknadeln
  • teilweise auch 15 mm oder noch größeren Nadeln

Die Empfehlung des jeweiligen Garnherstellers ist jedoch immer entscheidend.

Welche Lauflänge hat Super Bulky?

Auch bei der Lauflänge gibt es keine einheitliche Vorgabe. Typisch sind jedoch deutlich kürzere Lauflängen als bei feineren Garnen.

Während beispielsweise ein klassisches Sockengarn mehrere hundert Meter pro 100 Gramm erreichen kann, kommen sehr dicke Garne teilweise nur auf ungefähr 50 bis 120 Meter pro 100 Gramm.

Dabei gilt grundsätzlich:

Je dicker und schwerer das Garn, desto geringer ist meist die Lauflänge pro 100 Gramm.

Allerdings hängt die tatsächliche Lauflänge stark von Material und Garnaufbau ab.

Ein leichtes, luftiges Alpaka-Mischgarn kann beispielsweise wesentlich mehr Volumen bei geringerem Gewicht besitzen als ein dicht gesponnenes Wollgarn.

Welche Materialien gibt es als Super Bulky?

Super Bulky bezeichnet ausschließlich die Garnstärke und nicht das verwendete Material.

Daher können sehr unterschiedliche Fasern zum Einsatz kommen, beispielsweise:

  • Schurwolle
  • Merinowolle
  • Alpaka
  • Baumwolle
  • Polyester
  • Polyacryl
  • Mischgarne
  • Kunstfellgarne
  • Chenillegarne

Je nach Material unterscheiden sich Tragegefühl, Wärmeleistung, Pflegeeigenschaften und Einsatzmöglichkeiten erheblich.

Was kann man aus Super Bulky stricken?

Durch die große Garnstärke entstehen schnell sichtbare Ergebnisse. Deshalb eignen sich Super-Bulky-Garne hervorragend für Projekte, bei denen Volumen und Struktur gefragt sind.

Beliebte Projekte sind beispielsweise:

Mützen

Dicke Wintermützen können mit Super-Bulky-Garn besonders schnell gestrickt werden. Rippenmuster oder einfache rechte Maschen kommen bei der großen Garnstärke sehr deutlich zur Geltung.

Schals und Loops

Für besonders warme Schals und Loops sind voluminöse Garne ideal. Selbst einfache Muster wirken durch die dicke Garnstruktur interessant.

Pullover und Cardigans

Auch Oversize-Pullover, Cardigans oder Westen lassen sich aus Super-Bulky-Garn fertigen. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass sehr dicke Garne ein relativ hohes Gewicht entwickeln können.

Decken

Chunky-Decken gehören zu den bekanntesten Einsatzgebieten sehr dicker Garne. Das große Maschenbild sorgt für eine besonders gemütliche und moderne Optik.

Kissen und Wohnaccessoires

Kissenhüllen, Sitzkissen oder dekorative Wohnaccessoires profitieren von der ausgeprägten Struktur dicker Garne.

Taschen und Körbe

Stabilere Super-Bulky-Garne eignen sich außerdem für Taschen, Körbe und andere formgebende Projekte.

Kann man Super Bulky auch häkeln?

Ja. Super-Bulky-Garne können sowohl gestrickt als auch gehäkelt werden.

Zum Häkeln werden entsprechend große Häkelnadeln verwendet. Die richtige Nadelstärke hängt wiederum vom jeweiligen Garn und vom gewünschten Ergebnis ab.

Für feste Körbe oder Taschen wird häufig eine etwas kleinere Nadel gewählt. Bei lockeren Schals oder Decken kann dagegen eine größere Nadel für ein weicheres Maschenbild sorgen.

Welche Muster eignen sich für Super Bulky?

Besonders dicke Garne benötigen meist keine komplizierten Muster, um interessant zu wirken.

Bereits einfache Techniken zeigen eine starke Wirkung:

  • glatt rechts
  • kraus rechts
  • Rippenmuster
  • Patentmuster
  • einfache Zopfmuster
  • Strukturmuster
  • große Häkelmaschen

Sehr feine Loch- oder Strukturmuster können dagegen bei extrem dicken Garnen weniger deutlich zur Geltung kommen.

Was ist der Unterschied zwischen Bulky und Super Bulky?

Bulky und Super Bulky liegen in der Garnklassifizierung unmittelbar nebeneinander.

Bulky wird häufig der Garnstärke 5 zugeordnet.

Super Bulky entspricht häufig Garnstärke 6.

Super Bulky ist also noch einmal deutlich dicker und wird normalerweise mit größeren Nadeln verarbeitet.

Die Übergänge sind jedoch fließend. Manche Hersteller verwenden Begriffe wie:

  • Chunky
  • Bulky
  • Super Chunky
  • Super Bulky

teilweise unterschiedlich.

Deshalb sollte die Bezeichnung allein niemals das einzige Auswahlkriterium sein.

Was ist der Unterschied zwischen Super Bulky und Jumbo?

Jumbo ist meist noch dicker als Super Bulky.

Im internationalen Yarn-Weight-System wird häufig unterschieden zwischen:

  • Kategorie 5: Bulky
  • Kategorie 6: Super Bulky
  • Kategorie 7: Jumbo

Jumbo-Garne können so dick sein, dass sie teilweise mit extrem großen Nadeln oder sogar direkt mit den Händen verarbeitet werden.

Warum lassen sich Super-Bulky-Garne so schnell verarbeiten?

Der Grund liegt im großen Maschenformat.

Bei einem feinen Garn werden für zehn Zentimeter Breite möglicherweise mehr als 20 Maschen benötigt. Bei sehr dicken Garnen können dagegen bereits ungefähr 8 bis 12 Maschen ausreichen.

Dadurch entsteht innerhalb kurzer Zeit eine vergleichsweise große Fläche.

Gerade für Anfänger können solche Garne deshalb interessant sein, weil sich Fortschritte schnell erkennen lassen.

Ist Super Bulky für Anfänger geeignet?

Grundsätzlich ja.

Durch die großen Maschen lässt sich sehr gut erkennen, wie eine Masche aufgebaut ist. Fehler können oftmals leichter entdeckt werden als bei besonders feinen Garnen.

Sehr große Nadeln können allerdings zunächst etwas ungewohnt sein.

Für erste Projekte eignen sich deshalb einfache Muster wie:

  • Schal
  • Loop
  • Mütze
  • Kissenhülle

besonders gut.

Welche Vorteile hat Super Bulky?

Super-Bulky-Garne bieten mehrere Vorteile:

  • besonders schneller Arbeitsfortschritt
  • markantes und modernes Maschenbild
  • ideal für warme Winterprojekte
  • einfache Muster wirken bereits sehr dekorativ
  • große Maschen sind gut sichtbar
  • geeignet für Strick- und Häkelprojekte

Welche Nachteile gibt es?

Die große Garnstärke bringt jedoch auch einige Punkte mit sich, die berücksichtigt werden sollten.

Höherer Materialverbrauch

Da die Lauflänge vergleichsweise kurz ist, werden für größere Kleidungsstücke häufig mehrere Knäuel benötigt.

Höheres Gewicht

Je nach Material können Pullover oder Decken relativ schwer werden.

Weniger geeignet für feine Details

Filigrane Muster oder sehr dünne Kleidungsstücke lassen sich mit Super Bulky naturgemäß kaum umsetzen.

Sehr warm

Für Sommerkleidung sind klassische Super-Bulky-Wollgarne normalerweise weniger geeignet.

Ist Chunky dasselbe wie Super Bulky?

Nicht unbedingt.

„Chunky“ ist kein weltweit vollständig einheitlich verwendeter Begriff. Je nach Hersteller kann damit ein Garn aus der Kategorie Bulky oder Super Bulky gemeint sein.

Gerade bei internationalen Garnen lohnt sich deshalb ein Blick auf:

  • Lauflänge
  • Gewicht
  • Nadelstärke
  • Maschenprobe

Diese Angaben sagen oftmals mehr aus als der Garnname.

Warum ist die Maschenprobe bei Super Bulky wichtig?

Gerade bei dicken Garnen können bereits wenige Maschen einen deutlichen Größenunterschied verursachen.

Wenn eine Anleitung beispielsweise 10 Maschen auf 10 Zentimeter vorsieht und Sie tatsächlich nur 9 Maschen benötigen, kann ein Pullover schnell deutlich breiter ausfallen als geplant.

Deshalb sollte auch bei sehr dicken Garnen eine Maschenprobe angefertigt werden.

Bei Kleidungsstücken ist sie besonders wichtig.

Fazit: Super Bulky für schnelle und kuschelige Projekte

Super Bulky bezeichnet besonders dicke Garne, die mit großen Nadeln verarbeitet werden und ein markantes, voluminöses Maschenbild erzeugen.

Sie eignen sich hervorragend für warme Winteraccessoires, Decken, Mützen, Schals, Loops, Kissen und viele trendige Oversize-Projekte.

Durch die großen Maschen entstehen Ergebnisse besonders schnell – gleichzeitig sollte bei der Garnwahl nicht nur auf die Bezeichnung „Super Bulky“, sondern auch auf Lauflänge, Nadelstärke und Maschenprobe geachtet werden.

Wer voluminöse Strukturen, kuschelige Materialien und schnelle Strick- oder Häkelprojekte liebt, findet bei Super-Bulky-Garnen eine besonders spannende Garnklasse.

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