Bumerangspitze stricken – Die bequeme und moderne Sockenspitze einfach erklärt
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Bumerangspitze stricken – Komfort trifft auf perfekte Passform
Die Bumerangspitze ist eine moderne Alternative zur klassischen Bandspitze und wird – ähnlich wie die bekannte Bumerangferse – mit verkürzten Reihen gearbeitet. Dadurch entsteht eine angenehm gerundete Sockenspitze, die sich optimal an die natürliche Form der Zehen anpasst. Viele Strickerinnen und Stricker schätzen sie wegen ihres hohen Tragekomforts, der gleichmäßigen Optik und der nahezu unsichtbaren Übergänge.
Wer bereits eine Bumerangferse gestrickt hat, wird sich bei der Bumerangspitze schnell zurechtfinden. Das Prinzip ist nahezu identisch – lediglich die Position an der Socke ist eine andere.
Was ist eine Bumerangspitze?
Bei der Bumerangspitze werden die Maschen nicht durch regelmäßige Abnahmen reduziert. Stattdessen entstehen die Rundungen durch verkürzte Reihen, bei denen schrittweise weniger Maschen gestrickt werden. Anschließend werden die verkürzten Reihen wieder verlängert, bis alle Maschen erneut auf der Nadel liegen.
Das Ergebnis ist eine angenehm runde, gleichmäßige Spitze ohne sichtbare Abnahmelinien.
Vorteile der Bumerangspitze
- besonders angenehme Passform
- gleichmäßige, runde Zehenform
- keine auffälligen Abnahmelinien
- hoher Tragekomfort
- ideal für empfindliche Füße
- harmonische Optik
- perfekt als Ergänzung zur Bumerangferse
Wann beginnt man mit der Bumerangspitze?
Der Beginn hängt von der Schuhgröße und der gewünschten Fußlänge ab. Grundsätzlich wird gestrickt, bis der Fuß etwa 4 bis 6 cm kürzer ist als die endgültige Fußlänge. Anschließend beginnt die Bumerangspitze.
Tipp: Eine Größentabelle oder ein Sockenrechner erleichtert die richtige Position erheblich.
Kurzanleitung Bumerangspitze
1. Bis zur gewünschten Fußlänge stricken
Der Fuß wird ganz normal in Runden gearbeitet.

2. Verkürzte Reihen arbeiten
Nun werden in Hin- und Rückreihen verkürzte Reihen gestrickt. Dabei bleibt außen jeweils eine Masche mehr liegen, bis nur noch der mittlere Teil der Spitze gearbeitet wird.

3. Wendemaschen bilden
An jeder Wendestelle werden Doppelmaschen oder Wickelmaschen (je nach Anleitung) gearbeitet. Dadurch entstehen später keine Löcher.

4. Reihen wieder verlängern
Jetzt werden die stillgelegten Maschen nach und nach wieder in die Arbeit aufgenommen, bis alle Maschen erneut gestrickt werden.

5. Spitze schließen
Zum Schluss werden die verbleibenden Maschen mit dem Maschenstich (Kitchener Stitch) oder einer anderen bevorzugten Methode geschlossen.

Für welche Garne eignet sich die Bumerangspitze?
Grundsätzlich funktioniert die Technik mit nahezu jeder Sockenwolle.
Besonders beliebt sind:
- 4-fädige Sockenwolle
- 6-fädige Sockenwolle
- Merinowolle
- hochwertige Marken-Sockenwolle
- handgefärbte Sockenwolle
Durch Farbverläufe oder handgefärbte Garne wirkt die weiche Rundung der Spitze besonders harmonisch.
Bandspitze oder Bumerangspitze?
Beide Varianten haben ihre Vorteile.
Bandspitze
- klassische Form
- markante Abnahmelinien
- schnell gestrickt
- ideal für Anfänger
Bumerangspitze
- weich gerundete Form
- besonders komfortabel
- elegante Optik
- sehr angenehmes Tragegefühl
Welche Spitze besser geeignet ist, bleibt letztlich Geschmackssache. Viele erfahrene Sockenstricker verwenden je nach Projekt beide Varianten.
Häufige Fehler
Beim Stricken der Bumerangspitze entstehen kleine Probleme meist durch:
- zu locker gestrickte Doppelmaschen
- vergessene Wendemaschen
- falsches Zählen der verkürzten Reihen
- zu früher oder zu später Beginn der Spitze
Mit etwas Übung gelingt die Technik jedoch schnell und sorgt für ein sauberes Maschenbild.
Fazit
Die Bumerangspitze ist eine elegante und besonders bequeme Alternative zur klassischen Bandspitze. Durch die Arbeit mit verkürzten Reihen entsteht eine weiche, anatomisch günstige Form, die sich hervorragend an den Fuß anschmiegt. Wer bereits die Bumerangferse kennt, wird die Technik schnell beherrschen und seine selbstgestrickten Socken um eine weitere professionelle Verarbeitungstechnik bereichern.